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Itaflavors

Gibt es ein wohltuenderes Sonntagsgericht als echte Lasagne Bolognese? Schichten aus handgerollten grünen Spinatnudelblättern, langsam geschmortem Fleischragù und seidiger Béchamel verbinden sich zum berühmtesten Nudelauflauf Bolognas – reichhaltig, tiefwürzig und jede der sechs Stunden wert, die er braucht.

Infos

  • Schwierigkeit: Schwer
  • Gesamtzeit: 6 Stunden
  • Portionen: 8 Personen

Zutaten

Für den grünen Eierteig

  • Hartweizengrieß: 175 g
  • Weizenmehl Type 405 (00): 75 g
  • Spinat: 125 g
  • Eier: 1
  • Eigelb: 2

Für das Ragù

  • Rinderhackfleisch: 700 g
  • Tomatenpassata: 350 g
  • Frische Pancetta: 270 g
  • Karotten: 110 g
  • Staudensellerie: 110 g
  • Gelbe Zwiebeln: 110 g
  • Gemüsebrühe: 350 g
    So gelingt Gemüsebrühe →
  • Rotwein: 110 g
  • Doppelt konzentriertes Tomatenmark: 2 EL
  • Natives Olivenöl extra: 6 EL
  • Salz: nach Geschmack
  • Schwarzer Pfeffer: nach Geschmack

Für die Béchamel

Zum Überbacken

  • Parmigiano Reggiano g.U.: 150 g

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Karotte, Sellerie und Zwiebel waschen und fein würfeln.
  2. Das Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen und das gewürfelte Gemüse hinzufügen.
  3. Pancetta und Rinderhackfleisch dazugeben und anbraten, bis alles gebräunt ist.
  4. Mit dem Rotwein ablöschen und verdampfen lassen.
  5. Tomatenpassata, Tomatenmark und Gemüsebrühe einrühren.
  6. Das Ragù bei niedriger Hitze etwa 2 Stunden köcheln lassen.
  7. In der Zwischenzeit den Spinat waschen und kurz in etwas Wasser garen.
  8. Den Spinat abtropfen lassen und zu einem glatten Püree mixen.
  9. In einer Schüssel Hartweizengrieß, Mehl, Eier, Eigelb und Spinatpüree zu einem glatten, gleichmäßigen Teig verkneten.
  10. Den Teig abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
  11. Den Teig mit der Nudelmaschine oder dem Nudelholz dünn zu Platten von etwa 10×15 cm ausrollen.
  12. Die Béchamelsauce zubereiten. So gelingt die Besciamella >
  13. In einer Auflaufform abwechselnd Nudelblätter, Ragù und Béchamel schichten.
  14. Die oberste Schicht mit Ragù, Béchamel und reichlich Parmigiano Reggiano abschließen.
  15. Backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
  16. Die Lasagne vor dem Servieren einige Minuten ruhen lassen.

... und jetzt: guten Appetit!

Tipps

Überlade die Schichten nicht mit Sauce – Zurückhaltung hält die Lasagne kompakt, und sie behält beim Schneiden ihre Form. Genauso wichtig: Lass sie nach dem Backen einige Minuten ruhen. Die Schichten festigen sich beim leichten Abkühlen, und genau das ergibt saubere, intakte Stücke statt eines Gerichts, das auseinanderrutscht.

Zusätzliche Infos

Lasagne ist eines der ältesten Gerichte der italienischen Küche, deren Wurzeln vor allem in der Emilia-Romagna liegen. Die berühmteste Version, alla bolognese, ist unmittelbar mit der kulinarischen Tradition Bolognas verbunden und beruht auf der Kombination aus langsam geschmortem Ragù und Béchamel – eine Verbindung, die in ganz Italien zum Vorbild für das Gericht wurde.

Austausch & Variationen

Die eine „richtige“ Lasagne gibt es nicht. Regionale und familiäre Versionen ersetzen das Ragù durch Gemüse, Pilze oder Fisch, und in manchen Gegenden verzichtet man ganz auf Tomaten und macht eine weiße Füllung ohne Tomatensauce. Auch die Nudeln selbst variieren – in manchen Haushalten einfache Eierpasta, in anderen grüne Spinat-Sfoglia – und je nach Region gibt es reichere, aufwendigere Füllungen.

Serviertipps

Lasagne wird traditionell als Primo beim Sonntagsessen oder zu besonderen Anlässen serviert. Sie schmeckt am besten heiß, aber nicht kochend heiß: Wenn sie sich etwas setzen darf, kommen die Aromen besser ins Gleichgewicht, und die Schichten bleiben beim Anrichten stabil.

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